Das System Hicom wird synchron betrieben. Das Koppelnetz SN, die Peripherie (Anschlußeinheiten LTU 1-6) und die Serviceeinheit SU werden mit den gleichen Takten vom peripheren Taktgenerator versorgt. Die Takte werden alle von einem Quarzgenerator abgeleitet.
Das System Hicom ist mit einer Frequenzkontrolleinheit ausgestattet, die eine Master-Slave-Synchronisation des Taktgenerators auf eine von außen zugeführte Referenzfrequenz ermöglicht. Die Referenzfrequenz wird von einem Netzknoten höherer oder gleicher Ordnung gesendet (z.B. öffentliches Netz).
Der Taktgenerator läßt sich auch allein als zentraler Steueroszillator einsetzen. Dieser kann in analoger Umgebung arbeiten oder die Referenzfrequenz für ein regionales synchrones digitales Sternnetz (z.B. Unteranlagen) liefern.
Eine Frequenzkontrolleinheit dient im synchronen Betrieb zum Ableiten einer zentralen Taktfrequenz von 2,048 MHz aus der zugeführten Referenzfrequenz und erreicht bestenfalls die Frequenzkonstanz der Referenzfrequenz.
Als Referenzfrequenzen für die Synchronisierung des Taktgenerators sind Frequenzen zwischen 75 Hz und 1048 kHz möglich.
Der Referenztakt kann nur von einem digitalen Leitungssatz kommen.
Der ausgewählte Leitungssatz wird eingestellt (über die DCL-Baugruppe) und liefert dann den Referenztakt an die zugehörige LTUC. Mit diesem Takt liefert der Leitungssatz auch ein Steuersignal an die zugehörige LTUC, die darauf den Referenztakt durchschaltet.
Die Referenztakte in einer LTU sind auf eine Leitung geschaltet, ebenso sind die Referenzausgänge aller LTUS zusammengeschaltet und führen zum PCG. Deshalb muß sichergestellt sein, daß nur jeweils ein Leitungssatz den Referenztakt liefert.
Der PCG gibt die Takte CKA, CKB, CKC und FMB ab.
CKA = 2,048 MHz (PCM-Takt) CKB = 4,096 MHz (PCM-Takt) CKC = 8,192 MHz (PCM-Takt) FMB = 4,0 kHz (umschaltbar auf 8,0 kHz)
Der PCG hat symmetrische Ausgänge für die Takte CKA und FMB und für das Aktiv-Signal ACT für jeweils eine LTUC. Daneben hat der PCG unsymmetrische Ausgänge für die Takte CKA, CKB, CKC und FMB für das Koppelnetz SN und für die Serviceeinheit SU.
Die Takte CKA und FMB werden zu den LTUCs in den LTUS geführt, und zwar jeweils vom PCG. Von der LTU-Steuerung LTUC werden die Takte CKA, FMB im LTUS verteilt.
Die gesamten Funktionen des PCG laufen unter der Überwachung des Zentralprozessors ab. Daher sind Einstellungen und Abfragen über die Signalisierungsschnittstelle möglich.
Nach einem Rücksetzen wird ein Offline-Test durchgeführt und die Hardware initialisiert. Dabei wird nach einem Kalt- oder Warmstart unterschieden. Kaltstart ist der Hochlauf nach einem Spannungsausfall oder -einbruch, andernfalls ist es Warmstart, wenn ein gültiger Einstellwert gespeichert ist. Beim Kaltstart wird der Mittelwert des Einstellbereiches und beim Warmstart der zuvor berechnete Einstellwert an den Digital-Analog-Wandler ausgegeben. Auf diese Weise wird auch im Inselbetrieb die bestmögliche Einstellung vorgenommen.
Während des Betriebes wird ständig ein Online-Test gefahren.
Ist der PCG inaktiv, leuchtet der Punkt. Bei Hardwarefehlern der PCG-Baugruppe blinkt die Anzeige.
Auf der BG-Frontblende befindet sich eine 7-Segment-Anzeige.
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